Girls’Day 2015: Mehr Mädchen in die Politik

Girls' Day Gruppe_0225Am 23. April findet in NRW der 6. Girls’Day statt. Wir, die GRÜNE Landtagsfraktion, sind wieder dabei. 24 Schülerinnen haben heute die Fraktion besucht und so den Alltag der Politikerinnen genauer kennengelernt. „Ich habe mir die Arbeit einer Abgeordneten ganz anders vorgestellt, die haben ganz schön viele Termine!“, meint Sechstklässlerin Yara.

Wie wird man Abgeordnete? Welche Berufsbilder gibt es in einer Fraktion? Wie läuft die politische Arbeit im Landtag ab? Diese und unzählige weitere Fragen haben unter anderem Dagmar Hanses, Josefine Paul und Wibke Brems auf einer Tour durch das NRW-Parlament und die Fraktion beantwortet. Eine spannende Erfahrung für die Politikerinnen und die Schülerinnen.

„Durch den Girls‘ Day im Landtag habe ich viel neues erfahren, am besten hat mir die Diskussion im Plenum gefallen“, sagt Achtklässlerin Hannah aus Meerbusch am Ende des Besuchs. Sarah geht in Neuss in die 8. Klasse und hat den Blick hinter die Kulissen genoßen: „Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass es im Landtag ein Kino und einen Fitnessraum gibt. Aber besonders der Plenarsaal war cool.“ Sie kann sich sogar vorstellen, selbst politisch aktiv zu werden: „Eigentlich habe ich mir immer vorgestellt, Geografie zu studieren, um dann in der Entwicklungshilfe zu arbeiten, aber die politische Arbeit hier ist auch sehr spannend.“

„Wir möchten Mädchen Mut machen, sich mehr zuzutrauen“, erklärt unsere Sprecherin für Jugendpolitik, Dagmar Hanses, warum der Fraktion der Aktionstag so wichtig ist. „Die Vielfalt der Berufsbilder wird noch nicht ausreichend in den Blick genommen. Mit der Teilnahme am Girls‘ Day möchten wir als GRGirls' Day 2015 Gruppenfoto_0229 FBÜNE Fraktion einen Einblick in männerdominierte Bereiche unserer Arbeit geben, die bei uns von Frauen übernommen werden.“

In NRW beteiligen sich mehr als 2000 Einrichtungen am Girls‘ Day und bieten damit 20.500 Schülerinnen die Möglichkeit, Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik sowie Wirtschaft und Politik kennenzulernen und praktische Einblicke in diese Berufsfelder zu erlangen.

Neben dem Ziel, junge Frauen für bisher eher männlich dominierte Berufsfelder zu begeistern, möchte der Girls‘ Day Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Potentiale der Mädchen aufmerksam machen. Seit 2001 öffnen am Girls‘ Day daher Unternehmen, Betriebe und Hochschulen ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Insgesamt haben bereits 1,5 Millionen Mädchen am Girls‘ Day teilgenommen. Trotz höherer Schulabschlüsse und besserer Noten, schöpfen junge Frauen ihre Berufsmöglichkeiten oftmals nicht voll aus. So wählt mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen, von insgesamt über 300 möglichen im dualen System, wobei kein naturwissenschaftlich-technischer Bereich darunter ist. Deshalb gilt es, Mädchen besonders in diesen Bereichen zu fördern, auch in Anbetracht des Fachkräftemangels.

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